Auf große Virenjagd mit einem USB-Stick

Auf große Virenjagd mit einem USB-Stick – so legt man sich einen Anti-Virus-USB-Stick an

Heutzutage verfügen die meisten PCs über einen umfassenden Virenschutz durch ausgezeichnete Antivirenprogramme. Dennoch gibt es immer wieder ganz besonders fiese Schädlinge, die sich in das System einschleichen. Aber mit einem USB-Stick kannst Du den Viren auf die Schliche kommen und diese kinderleicht entfernen. Du brauchst noch nicht einmal einen neuen hochwertigen USB-Stick – es reicht ein handelsüblicher USB-Stick, der über einen Speicher mit ein paar Gigabytes verfügt. Das kann auch ein alter USB-Stick sein, der schon länger in der Schublade schlummert. Mit ein paar Handgriffen machst Du aus diesem USB-Stick einen effizienten Virenjäger. Natürlich kannst Du Deinen Anti-Viren-USB-Stick nicht nur für den eigenen Rechner einsetzen, sondern auch für befallene Geräte von Freunden und Bekannten. Denn Dein Anti-Viren-Stick wird über verschiedene Antiviren-Tools verfügen und natürlich darüber hinaus auch bootfähig sein.

Es gibt ein paar bewährte Antiviren-Notfallprogramme, die unbedingt auf Deinen Anti-Viren-USB-Stick gehören. Damit kannst Du dann Deinen Rechner im Bedarfsfall starten und auf mögliche Viren überprüfen. Hierfür eignet sich das Tool Sardu Shardana Antivirus Rescue Disk Utility besonders gut. Ganz einfach kannst Du mit diesem Toll verschiedene bootfähige Sicherheitssysteme auf dem USB-Stick vereinen. Mehr als 100 Systeme stehen Dir zur Wahl, die Du mit einem Klick auf den Pfeil nutzen kannst. Sardu lädt alle ausgewählten Systeme als ISO Dateien herunter und erstellt daraus einen multibootfähigen USB-Stick. Das bedeutet, dass Du mit dem USB Stick dann Deinen PC starten kannst. Es öffnet sich ein Auswahlmenü mit den Notfallsystemen. Hier entscheidest Du dann, welches Notfallsystem Du nutzen willst, um Deinen PC vollständig zu booten. Natürlich kannst Du bei Bedarf den Vorgang wiederholen und den PC mit dem USB Stick und einem anderen Notfallsystem noch einmal starten.

So richtest Du einen Notfall-Antiviren-USB-Stick mit Sardu sicher ein

Zuerst entpackst Du Sardu in irgendeinem Verzeichnis auf Deinem PC. Im nächsten Schritt gehst Du dann über den Windows Explorer in das jeweilige Sardu Verzeichnis. Jetzt startest Du die Software via  Sardu_3.exe. Schau Dir die Lizenzbestimmungen an und akzeptiere diese. Jetzt öffnet sich die Programmoberfläche. Am oberen Rand findest Du einige Menübefehle und Funtionen. Fährst Du mit dem Mauszeiger drüber, erhältst Du kurze Informationstexte. Klicke jetzt auf Register und hole Dir einen kostenlosen Lizenzschlüssel für private Nutzer, damit Du das Programm im vollen Umfang nutzen kannst.


Als erstes musst Du nun die Live-System einrichten. Auf der linken Seite der Oberfläche findest Du Utility, Linux Live, Antivirus sowie Windows. Alle Linux-Systeme als Utility, Antivirus und Linus Live installiert das Programm automatisch über das Internet. Sardu legt diese auf Deinem Computer im ISO Verzeichnis ab. Das Windows-System musst Du selbst einrichten.

Im linken Bereich der Oberfläche kannst Du nach dem herunterladen nun die einzelnen Kategorien auswählen, zum Beispiel Antivirus. In der Mitte der Oberfläche siehst Du alle Live-Systeme nach Alpahbet aufgelistet. Am Ende jeder Zeile befindet sich ein Pfeil – durch einen Doppelklick löst Du den Download aus. Erst nachdem Du die benötigten ISO Dateinen heruntergeladen hast, kannst Du diese auswählen und für Deinen USB Stick nutzen. Das Programm zeigt Dir auch die Datengröße des gewählten Multibootsystems an – achte darauf, denn schließlich muss alles auf Deinen USB-Stick passen.

So bereitest Du Deinen Multiboot-Antiviren-Stick optimal vor

Alle Live-Systeme, die schließlich auf Deinem USB Stick Platz finden sollen, klickst Du schließlich an. Erscheint ein weißes Häkchen in einem blauen Feld, dann steht die notwendige ISO Datei zur Verfügung. Nun setzt Du bei allen Systemen einen Haken, die Du auf den USB-Stick übertragen willst. Oben rechts im Fenster des Programms findest Du Search USB. Mit einem Klick löst Du eine Überprüfung durch Sardu aus, denn das Programm schaut, ob der USB-Stick geeignet ist. Sardu fügt Deiner Auswahl an Notfallsystemen noch das Tool Grub hinzu und sorgt dafür, dass Dein Antiviren-USB-Stick bootfähig ist. Es klappt sich ein Feld auf, dass nun Deinen USB-Stick anzeigen sollte – einfach auswählen und schon kannst Du Deinen Bootstick schreiben. Alle Dateien, die hierfür benötigt werden und von Dir ausgewählt wurden, kopiert das Programm auf den Stick. Mit einem blauen Balken wird Dir der Fortschritt angezeigt. Färbt sich die Infozeile gelb-grün, dann ist die Installation abgeschlossen und Ihr Antiviren-USB-Stick einsatzbereit.

Sardu zaubert in einfachen Schritten klassische Antiviren-Programme auf einen USB-Stick, so dass Du jedes infizierte System auch nach einem Befall noch retten kannst. Es kann natürlich auch mal sein, dass man mit dem klassischen Antivirenprogrammen nichts erreichen kann, in diesem Fall muss man auf spezielle Tools zurückgreifen, die ohne Installation starten und die auch ohne Adminrechte laufen. So hast Du schnell Zugriff auf die Tools und den PC und kannst direkt weiter nach dem Virus suchen. Neben Sardu gehört daher auf jeden Fall der F-Secure Online-Scanner auf Deinen Antiviren-USB-Stick, der Dir bei der Suche nach Schädlingen hilft. Außerdem solltest Du noch unbedingt die Freeware Stream Armor auf Deinen USB-Stick schieben, die Dir dabeil hilft, dass Du versteckten Code findest. Mit Autoruns machst Du schnelle alles Codecs, Treiber und Programme, die automatisch gestartet werden aus und gerade automatische Programme sind oftmals Schadsoftware, die Sie mit dem Tool nicht nur finden, sondern auch löschen können. Auch DLL Hijack solltest Du auf Deinen USB Stick ziehen, damit Du testen kannst, ob Du bzw. Dein PC durch DLL Hijacking attackiert wurden. Viele kleine Helfer auf nur einem USB-Stick, die Dir allerdings helfen, dass Du die Gewalt über Deinen PC zurückgewinnst.

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Vincent

Autor: Vincent

Technik begeisterter Fachinformatik- und IT-Nerd, der sich nicht vor technischen Herausforderungen versteckt.

Vince hat 2002 seine Fachinformatikerausbildung mit Binnendifferenzierung Systemintegration erfolgreich abgeschlossen und im Anschluss den IHK-Ausbilderschein nach AEVO per Fernstudium absolviert.

Er arbeitet mittlerweile als Information Security Analyst in einem weltweit operierenden Technologiekonzern und absolviert einen berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang.

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