Content-Personalisierung und Suchmaschinen-Ranking

Content-Personalisierung, um Besucher direkt anzusprechen und das Suchmaschinen-Ranking zu verbessern

Viele Webseiten wie beispielsweise Newsportale oder auch Onlineshops personalisieren heutzutage ihre Inhalte, um Kunden möglichst zielgerichtet anzusprechen und genau das zu bieten, was der Kunde vermeintlich sucht. Bisher wurde die Content-Personalisierung seo-technisch eher kritisch gesehen, doch man kann damit auch positiv auf die Rankings einwirken.

Marketing-Experten schwören schon lange auf die Automatisierung und Individualisierung von Content für ein erfolgreiches Online-Marketing. Denn durch Produkte und Infos, welche den Interessen der Besucher direkt entsprechen, kann man die Konversationsrate deutlich erhöhen. Individuelle Inhalte werden auch positiv spürbar bei Seitenaufrufen und Verweildauer auf einer Webseite. Vorreiter in Sachen Contentmarketing ist Amazon. Denn der Marktplatz wertet das Nutzerverhalten bis ins kleinste Detail aus und präsentiert den Besuchern so zielgerichtet Produkte, die mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auch äußerst relevante für den Kunden sind. Doch aufgrund steigender Kosten für die Neukundengewinnung ist der Brnachenriese längst nicht mehr alle mit der zielgerichten individuellen Ansprache der Webseitenbesucher. Immer mehr Shops setzen auf einen vermeintlichen Verkaufstrichter, welcher die Kunden direkt zum Kauf bringen soll. Dabei sind die Möglichkeiten der Individualisierung wirklich groß – doch wie setzt man diese auch richtig um, so dass man damit auch noch das Ranking in den Suchmaschinen deutlich verbessern kann?

Individueller Content = Cloaking? Nicht unbedingt, wenn man es richtig macht

Cloaking – ein Begriff bei dem viele Suchmaschinenexperten zusammenzucken. Denn das Cloaking, wird von Google gar nicht gern gesehen. Ausdrücklich weist die Suchmaschine darauf hin, dass man den Crawlern und den Besuchern die gleichen Inhalte präsentieren soll. Doch wie soll das einhergehen mit einer automatischen Individualisierung? In der Vergangeheit wurde das Cloaking von Webseitenbetreibern verwendet, um eine besonders hohe Relevanz zu bestimmten Suchbegriffen vorzutäuschen, was Google natürlich enorm missfällt. Den Webseitenbesuchern wurde dann bei Aufruf der jeweiligen Seite eine ganz anderer Content präsentiert, um möglichst viele Käufe zu generieren. Individualisierten Inhalten haftet also oftmals der Vorwurf des Cloakings an. Doch Google sagt auch ausdrücklich, dass Webseiten nicht für die Suchmaschine erstellt werden, sondern für die Besucher. Dies wiederum unterstreicht natürlich, dass individuelle relevante Inhalte, welche direkt auf den Besucher zugeschnitten sind, auch im Interesse von Google sind – wenn man die Spielregeln beachtet. Dabei ist das Wichtigste, dass man keine speziellen Inhalte für den Google Bot bereitstellt. Wer also nicht unter den Cloaking Verdacht stehen will, der muss nur darauf achten, dass man ein Gleichgewicht zwischen statischer Webseite und personalisiertem Content schafft. Betreibst Du also beispielsweise einen Onlineshop für Damenschuhe und ist Deine Webseite dementsprechend relevant für das Suchwort Damenschuhe kaufen, dann sollten auch Damenschuhe auf der entsprechenden Seite präsentiert werden und keine Hemden für Herren. Übrigens: im Log-In-Bereich musst Du Dir überhaupt keine Gedanken über Cloaking machen – hier kann der komplette Inhalt individualisiert sein, denn diesen Bereich lesen die Google Bots nicht aus.


Grundsätzlich hat die Personalisierung des Contents zumindest keinen unmittelbaren Einfluss auf die Ranking, weil die automatische Individualisierung auf dem Nutzer-Client – also direkt am Rechner des Besuchers erfolgt. Suchmaschinen wie Google nutzen aber für die Bewertung von Webseiten die Serverseite.

Shop-Betreiber setzen Cookies ein, um das Nutzerverhalten zu analysieren und Inhalte zu individualisieren. Google könnte zwar auch auf diese Cookies zugreifen, tut dies aber nicht, weil dadurch Ergebnisse des Crawlings beeinflusst werden.

Individueller Content kann das Ranking entscheidend verbessern

Im Grund genommen kann man also aus SEO-Sicht festhalten, dass man bei der Individualisierung der Inhalte vor allem darauf achten sollte, keine technischen Fehler zu begehen, um nicht mit Cloaking in Verbindung gebracht zu werden und in der Folge unter negativen Entwicklungen der Rankings leiden zu müssen. Doch dies ist nur die halbe Wahrheit. Denn es ist auch durchaus möglich mit individuellen Content einwandfrei und sauber die Suchmaschinenoptimierung und somit auch die Rankings zu verbessern.

Google zieht für die Rankings nämlich auch immer stärker Nutzermetriken hinzu, wie beispielsweise die Verweildauer, die Absprungrate oder aber auch die Seitenaufrufe. Je besser diese Werte sind, desto relevanter ist eine Webseite für den Google Algorithmus. Es lässt sich daraus also ableiten, dass man besonders guten Content mit einer hohen individuellen Relevanz ausspielen sollte, damit der Besucher möglichst lange auf der Webseite verweilt und möglichst viele Seiten aufruft. Dies bietet sowohl für Shops als auch für Newsportale hervorragende Möglichkeiten in der Individualisierung und somit die Rankings in den Suchergebnislisten zu verbessern. Wiederkehrenden Besuchern kann man so beispielsweise direkt Artikel oder auch Produkte anbieten, die den Nutzerinteressen entsprechen und die ursprünglich gesuchten Inhalte sinnvoll ergänzen. Wenn sich also ein Besucher Deiner Webseite mit Smartphones beschäftigt hat, dann kannst Du beim nächsten Besuch beispielsweise Smartphone Zubehör oder Apps anzeigen lassen – die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Du damit das Interesse triffst und weckst und der wiederkehrende Besucher sich intensiv mit den Angeboten auseinandersetzt. Es gilt also die Relevant des Contents individuell zu erhöhen ohne Cloaking zu betreiben – und somit verbessern sich dann auch die Google Rankings.

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Vincent

Autor: Vincent

Technik begeisterter Fachinformatik- und IT-Nerd, der sich nicht vor technischen Herausforderungen versteckt.

Vince hat 2002 seine Fachinformatikerausbildung mit Binnendifferenzierung Systemintegration erfolgreich abgeschlossen und im Anschluss den IHK-Ausbilderschein nach AEVO per Fernstudium absolviert.

Er arbeitet mittlerweile als Information Security Analyst in einem weltweit operierenden Technologiekonzern und absolviert einen berufsbegleitenden Bachelor-Studiengang.

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