Tablets und Chromebooks erleben starken Anstieg während der Pandemie

Tablets und Chromebooks erleben starken Anstieg während der Pandemie

Pixabay / niekverlaan

Die aktuelle Pandemie sorgt für vielerlei Veränderungen – auch in Zusammenhang mit Bedürfnissen und dem individuellen Kaufverhalten. Der Blick auf eine erst vor kurzem abgehandelte Studie zeigt dies auch im Bereich Technik auf. Während der Gesamtmarkt an PC-Geräten gewachsen ist, haben bestimmte Geräte im Laufe der Corona-Zeit deutlich mehr an Beliebtheit gewonnen.

Großer Absatzboom in der Computerwelt

Im Vergleich zum Vorjahr kann sich die Computerbranche trotz COVID aus wirtschaftlicher Sicht freuen. Im dritten Quartal dieses Jahres wurden knapp über 20 Prozent mehr Geräte verkauft, als noch letztes Jahr. Einen besonders großen Zuwachs konnten dabei namhafte Vertreter wie Apple und Samsung verzeichnen. Während der Mac-Hersteller ein Absatzplus von über 40 Prozent erwirtschaften konnte, ist das Wachstum des südkoreanischen Konkurrenten in etwa doppelt so groß.

Starkes Wachstum bei den Tablets zu erkennen

Im dritten Quartal 2020 konnten sich speziell Lieferanten von Tablets über ein wachsendes Interesse freuen. Fast 45 Millionen Stück wurden insgesamt ausgeliefert – im Vergleich zum vergangenen Jahr ist dies eine Steigerung von über 43 Prozent. Laut den Erstellern der Umfrage ist dieser Trend vor allem mit dem Interesse verbunden, günstige Endgeräte während der Pandemie ersteigern zu wollen.

In diesem Zusammenhang wuchs jedoch nicht nur das Gesamtinteresse an Tablets. Laut Torsten Konig, Technik-Trend-Beobachter vom Portal Technikhiwi konnten die größten Player auf dem Markt ihre Positionen entsprechend ausbauen. “Das Unternehmen Apple hat mit über 15 Millionen Exemplaren und 47 Prozent Wachstum ihren Spitzenreiterstatus zementieren können. Samsung hat zwar nur 9 Millionen verkauft, ist aber mit 80 Prozent in diesem Bereiche deutlich stärker gewachsen” führt der Elektronikfachmann weiter aus. Ebenfalls einen großen Anteil an jenem Sektor kann auch Huawei beanspruchen, die über 5 Millionen Tablets an den Endverbraucher bringen konnten.

Chromebooks sind großer Gewinner der Pandemie

Noch besser als Tablets verlief die aktuelle Situation für das Unternehmen Google. Laptops mit dem hauseigenen Betriebssystem Chrome OS haben sich mittlerweile mehr als verdoppelt. Ein Gesamtwachstum von insgesamt 122 Prozent konnte aktuell verzeichnet werden. Weltweit bedeutet dies einen Absatz von fast 10 Millionen Stück.

Der wichtigste Hersteller in Sachen Chromebook ist der amerikanische Hersteller HP. Im Vergleich zum Jahr 2019 konnte der Anbieter sein Volumen gar verdoppeln. Mit 3,2 Millionen verkaufter Exemplare ist er absoluter Anführer dieses Segments. Ein wichtiger Faktor in diesem Zusammenhang war das Homeschooling – deswegen lieferte HP auch einen Großteil seiner Chromebooks innerhalb der USA aus. Besonders stark zulegen konnte in diesem Bereich allerdings auch der chinesische Anbieter Lenovo. Hier ereignete sich ein Wachstum von über 300 Prozent, das sich durch in etwa 1,8 Millionen verkaufter Geräte äußert.

Rückgang bei Desktop-Geräten

Während in jenen Zusammenhängen positive Veränderungen erkennbar sind, sieht die Entwicklung bei klassischen Desktop-Geräten etwas anders aus. Bei Workstations ging das Kaufinteresse um 27 Prozent zurück, bei Geräten im Tower-Gehäuse waren es gar 33 Prozent. Aufgrund jener Zahlen ist somit auch erkennbar, dass in Zukunft wohl eine starke Umschichtung in Richtung mobiler Geräte stattfinden wird.

Das muss beim Kauf des PC-Monitors beachtet werden

Das muss beim Kauf des PC-Monitors beachtet werden

Pixabay / jonathansautter

Auch in jenen Zeiten, in denen Laptops, Smartphones und andere mobile Endgeräte mehr an Bedeutung gewinnen, haben PC-Monitore nach wie vor einen hohen Stellenwert. In vielen Fällen sind sie aus technischer Sicht sogar die bessere Wahl. Damit diese Vorteile jedoch optimal genutzt werden können, müssen beim Kauf bestimmte Kriterien genauer unter die Lupe genommen werden.

Die Anzahl und Art der Anschlüsse

Speziell dann, wenn mehrere Geräte in Kombination genutzt werden, sollte stets eine Mindestanzahl an Anschlüssen vorhanden sein. Einer der wichtigsten dabei ist der sogenannte Displayport, der üblicherweise in der Version 1.2 oder 1.4 vorhanden ist. Damit werden die UHD-Videosignale mit 60 Herz ausgespielt und sorgen dabei für deutlich weniger Ruckler und Verzögerungen. Werden höhere Auflösungen als 4K bevorzugt, muss die eigene Grafikkarte auch mindestens zwei Displayport-Anschlüsse besitzen.

Abgesehen von Displayport und HDMI, muss auch auf speziellere Anschlüsse geachtet werden. Insbesondere etwas ältere Hardware ist unter Umständen noch auf DVI- oder VGA-Buchsen angewiesen. Für Apple-User können Thunderbolt 3-Ports außerdem wichtig sein, da sie der Übertragung von Strom und Daten dienen.

Der richtige Anzeigetyp

Geht es um die Anzeige, sind PC-Monitore mit verschiedenen Paneltypen ausgestattet. Am weitesten ist wohl die Version “Twisted Nematic”. Grundsätzlich ist das Modell sehr reaktionsschnell, ist aber in Sachen Kontrast oft mit Einbußen ausgestattet – Fehlfarben sind hier keine Seltenheit. Speziell Gamer setzen allerdings auf jene Variante, da Schnelligkeit oft im Vordergrund steht.

“In-Plane-Switching” überzeugt vor allem durch die Blickwinkelstabilität, die Farbverfälschungen aus seitlicher und unterer Perspektive gekonnt verhindert. “Da sich die Pixel eines IPS-Panels sehr genau schalten lassen, kann die Lichtmenge wesentlich exakter gestaltet werden”, erklärt Vanessa Koblenz, Computer-Fachhändlerin und Expertenautorin von Heimkinoheld.de. “Dadurch ist eine vergleichsweise deutlich höhere Farbtreue sowie auch ein satteres und natürlicheres Bild als bei TN-Modellen möglich”. Im direkten Vergleich zu den Schaltzeiten sind IPS-Modelle jedoch deutlich langsamer als TN-Varianten.

Eine etwas neuere Variante ist “Quantum Dots”. Die zusätzlich eingesetzten Minipartikel erhöhen Farbpräzision und Helligkeit. Das Farbspektrum ist somit deutlich erweitert und kommt Freunden des Details zugute. Wer unendlich viele Kontrastmöglichkeiten sucht, ist möglicherweise mit einem OLED-Bildschirm an der richtigen Adresse. Da jedoch Standbilder nach wie vor Einbrenneffekte verursachen können, ist die Auswahl diesbezüglich noch etwas gering.

Die richtige Größe und Auflösung

Die Größe des Bildschirms hängt primär vom individuellen Einsatzzweck ab. Monitore unter 22 Zoll sind in der heutigen Zeit jedoch nur mehr selten zu empfehlen. Speziell im Falle einer aufwendigen Nutzung wie Grafikprogramme oder Konstruktionssoftware ist ausreichend Platz auf dem Bildschirm notwendig.

Ebenso wie 22 Zoll ist der Auflösungswert 1920 x 1080 Pixel bzw. Full-HD heutzutage ein Mindestwert. Neuere Geräte besitzen auch eine 4K-Auflösung, welche im direkten Vergleich viermal so hoch ist. Der Effekt jener Auflösungen kommt grundsätzlich allerdings erst bei sehr großen Monitoren zum Tragen.

Die passende Ergonomie

Obwohl technische Rahmenbedingungen bei der Monitorwahl wichtig sind, muss auch auf die Gesundheit entsprechend geachtet werden. Deswegen sollte der Bildschirm idealerweise höhenverstellbar sein. Auch mögliche Neigungen und Drehungen können die ergonomischen Rahmenbedingungen im wesentlichen positiv beeinflussen.

Ausgewählte Modelle lassen es auch zu, vom Quer- ins Hochformat zu wechseln und so für mögliche Entlastung zu sorgen. Wird generell viel Zeit vorm Bildschirm verbracht, sollte das Modell idealerweise möglichst wenig spiegeln, da dies ebenfalls anstrengend für die Augen sein kann.