Seafile Server auf Windows 7, 8 und 10 mit https installieren

Zum Installieren und konfigurieren von Seafile werden folgende Programme benötigt:

  • Python in der Version 7.11
  • Seafile Server Windows 5.0.3 oder aktueller
  • Microsoft Web Plattform Installer 5.0 oder aktueller
  • Für Windows 10 64Bit: „Microsoft Aplication Request Routing 3.0 (x64)“ (https://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=47333 )
    Für Windows 10 32Bit: „Microsoft Aplication Request Routing 3.0 (x86)“ (https://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=47334 )
  • Seafile Client for Windows 4.1.4 um mit einem Windows Rechner synchronisieren zu können. Entsprechende Clients für MAC, Android und iOS sind ebenfalls erhältlich
  • 7-ZIP (oder vergleichbares ZIP-Programm das .tar und .gz unterstützt
  • Notepad++ oder einen anderen Editor

Zunächst werden 7-ZIP (oder ein vergleichbares ZIP-Programm das .tar und .gz unterstützt) und Notepad++ oder einen anderer Editor, zur Not auch Notepad von Microsoft installiert.

Nun wird Python 2.7.11 installiert. Dazu werden einfach sämtliche Standardeinstellungen übernommen.
Wichtig: Anschließend muss eine Pfadvariable in den Systemvariablen von Windows angepasst werden. Dazu geht man folgendermaßen vor: Über Start => Systemsteuerung => System
=> Erweiterte Systemeinstellungen
=> Umgebungsvariablen…
… gelangt man zu den Systemvariablen.

Hier die Variable „Path“ durch Anklicken auswählen und „Bearbeiten“ gehen. Nun am Ende der Variable den Pfad zu Python (Standardmäßig „C:\Python27“) anhängen. Dazu zunächst ein Semikolon und anschließend den Pfad (z.B. C:\Python27) eingeben.

Und alles mit ok bestätigen.

Unter Windows 10

Hier klickt man auf Neu und gibt dann z.B. C:\Python27 ein.

Als nächstes wird der Seafile Server mit dem ZIP-Programm entpackt. Und den Inhalt der Entpackten Datei noch ein zweites Mal.
Dieses zweite entpackte Verzeichnis kopiere ich nun direkt nach C: (oder eine andere gewünschte Stelle.

Nun wird das Verzeichnis geöffnet und die Batchdatei „run“ wird als Administrator (rechte Maustaste => als Administrator ausführen) ausgeführt.

Es wird anschließend nach dem gewünschten Laufwerk für das Seafile-Server Verzeichnis gefragt. Hier kann die Vorgabe übernommen oder wenn gewünscht ein anderes Laufwerk gewählt werden.

Anschließend wird über den Knopf „Next“ der Seafile-Server installiert. Die erfolgreiche Installation erkennt man an einem Symbol unten rechts in der Taskleiste.

Hat das Symbol einen kleinen Haken war die Installation erfolgreich.

Als erstes muss nun ein Admin Accout angelegt werden. Dazu rechter Mausklick auf das Symbol und „Add an Admin Accout“ auswählen.

Nun den Admin-Accout anlegen und mit ok bestätigen.

Jetzt kann der Server getestet werden. Hierzu einen Browser öffnen und http://localhost:8000 in die Adresszeile eingeben. Das Ergebnis sollte so aussehen und eine Anmeldung mit dem Admin Accout sollte möglich sein.

Damit ist die Grundeinrichtung von Seafile beendet. Nachdem der Server bisher nur über http und den Port 8000 erreichbar ist, was mir persönlich zu unsicher ist erfolgt nun die Umstellung auf https (hier am Beispiel der internen Adresse 192.168.234.19, dies muss entsprechend angepasst werden!)über den Port 443 (oder einen anderen beliebig wählbaren Port). Hierzu wird ein sog. https-Proxy benötigt, den ich im nächsten Schritt einrichte.

Im ersten Schritt müssen Windows-Dienste nachinstallier werden. Das geschieht über Systemsteuerung => Programme und Funktionen => Windows Funktionen aktivieren und Deaktivieren. Hier bei „Internetinformationsdienste“ einen Haken setzen und mit ok bestätigen.

Unter Windows 7 und Windows 8

Wenn diese Installation abgeschlossen ist muss noch der „Microsoft Web Plattform Installer 5.0“ installiert werden. Hier suchen wir nun nach „Application request routing“, wählen das entsprechende Paket aus und installieren es.

Danach kann das Programm beendet werden.

Für Windows 10

 Installation des „Microsoft Web Plattform Installer 5.0“ (siehe oben)

Achtung: Unter Windows 10 lässt sich „URL ReWrite 2.0“ und damit auch „Microsoft Aplication Request Routing 3“ nicht installieren. Es erfolgt eine Fehlermeldung. Um das zu umgehen muss man vor der Installation folgendermaßen vorgehen:

  1. Mit dem Regediter zu „HKEY_LOAL_MACHINE\SOFTWARE?Microsoft\InetStp“ wechseln
  2. Den Wert von „MajorVersion“ auf 9 abändern (dezimal)
  3. F5 innerhalb des Regeditors öffnen
  4. „Microsoft Aplication Request Routing 3“ über den „Microsoft Web Plattform Installer 5.0“ installieren. (siehe oben)
  5. Den Wert von „MajorVersion“ wieder zurück auf 10 (dezimal) stellen
  6. Noch einmal F5 innerhalb des Regeditors drücken

Regeditor schließen.

 

Für Windows 7 / 8 / 10

Nun wird über Systemsteuerung => Verwaltung der „Internetinformationsdienste (IIS)-Manager“ geöffnet

Und hier als erstes das „Application Request Routing“ aktiviert. Dazu machen wir einen Doppelklick auf „Application Request Routing“ und klicken dann auf der rechten Seite auf „Server Proxy Settings…“

Nun muss im mittleren Fenster nur „Enable Proxy“ angeklickt und das Ganze mit „Übernehmen“ bestätigt werden.

Jetzt muss eine Umleitungsseite eigerichtet werden (nicht die Default Web Site). Die „Default Web Site“ wird jetzt deaktiviert bzw. beendet (falls sie nicht für andrer Web-Dienste verwendet wird).

Um https einrichten zu können muss zunächst ein Serverzetifikat eingerichtet werden. Der Einfachheit halber nehmen wir ein selbst signiertes.
Dazu klicken wir im Mittleren Teil des Fensters auf „Serverzertifikate“ doppelt

Und erstellen ein „Selbstsigniertes Zertifikat“

Als Anzeigename wählen wir die IP-Adresse des Servers aus, da bisher keine öffentliche IP-Adresse besteht und bestätigen mit ok.

Im nächsten Schritt wird unter „Sites“ auf der linken Seite eine Webseite hinzugefügt werden.

Als Sitename wähle ich wieder die IP-Adresse und Physikalischen Pfad lege ich einen Ordner Namens „filecloud“ an. Der Name und Ort ist frei wählbar. Als Bindungstyp wähle ich „https“, Bindungs-IP-Adresse ist die eigene IP-Adresse und als SSL-Zertifikat wähle ich das vorhin erstelle Zertifikat aus. Der Port kann auf 443 bleiben. Nun alles mit ok bestätigen.

Jetzt müssen in der neuen Website noch Umleitungsregeln angelegt werden, damit die https-Verbindung funktioniert.

Dazu einen Doppelklick auf „URL Rewrite“ und anschließend auf „Regel(n) hinzufügen…“

Folgende zwei Leere-Regeln müssen hier angelegt werden:

Seafileclient mit folgenden Werten:
Name: seafileclient
Muster: seafhttp/(.*)
URL umschreibung: {R:1}

„Abfragezeichenfolge anhängen“, „Umschreibung URL protokolieren“ und „Verarbeitung von nachfolgenden Regeln beenden“ anhaken. Anschließend auf „Übernehmen“ klicken.

seafilewebinterface mit folgenden Werten:
Name: seafilewebinterface
Muster: (.*)
URL umschreibung: {R:1}

„Abfragezeichenfolge anhängen“, „Umschreibung URL protokolieren“ und „Verarbeitung von nachfolgenden Regeln beenden“ anhaken. Anschließend auf „Übernehmen“ klicken.

Da der IIS beim Upload von Haus aus ein Limit von 30 MB eingestellt hat muss das noch angepasst werden.
Das erfolgt indem man im IIS die entsprechende Web-Site auswählt und im mittleren Bereich dann „Anforderungsfilterung“ auswählt.

Die Filterung mit einem Doppelklick öffnen und rechts „Feature Einstellungen bearbeiten…“ auswählen.

Nun unter „Maximal zulässige Inhaltslänge (Bytes):“ den gewünschten Wert eintragen (der maximal zulässige Wert beträgt 4294967295, was etwa 4 GB entspricht; der Standardwert beträgt 30000000 was etwa 30 MB entspricht)

Anschließend müssen noch zwei Config-Dateien von Seafile angepasst werden.
Dazu klickt man auf das Seafile-Symbol in der Taskleiste mit der rechten Maustaste und wählt „Open seafile-server folder“ aus.

Im sich öffnenden Ordner gibt es einen Unterordner „conf“ und hier die Datei „ccnet.conf“.

Diese über die rechte Maustaste mit Notepad++ öffnen

Und folgendes ändern:
NAME = filecloud (optional)

SERVICE_URL = (ist die Adresse unter der man sich am Server anmeldet. Wenn ein anderer Port als 443 verwendet werden soll muss er angehängt werden. Z.B. :450).

Nun die Änderungen speichern.

Als zweites muss im seafile-server Ordner noch die Datei „seahub_settings.py“ mit Notepad++ angepasst werden.

Dazu die Datei wieder über einen rechten Mausklick mit Notepad++ öffnen.

Und folgende Zeile unter der bestehenden einfügen:
FILE_SERVER_ROOT = ‘https://192.168.234.19/seafhttp’ (bei einer öffentlichen Adresse müsste diese wie auch an den anderen Stellen eingetragen werden. Das gilt auch für einen anderen Port als 443).

Anschließend die Datei in Notepad++ speichern.

Nachdem alles wieder geschlossen ist den Server über das Symbol in der Taskleiste neu starten

Und sehen ob der Zugriff über https im Browser funktioniert )
Die nun folgende Sicherheitszertifikatswarnung ist normal und kann mit „Laden der Website fortsetzen (nicht empfohlen)“ ignoriert werden.

In der Firewall muss noch der Port 443 TCP (oder der genutzte) freigegeben werden!

Um die Emailfunktion nutzen zu können muss in der Datei „seahub_settings.py“ noch folgendes angehängt werden (exemplarisch, funktioniert mit der Einstellung nur wenn der Provider keine SSL bzw. TLS-Verschlüsselung zwingend voraussetzt! Ansonsten muss „EMAIL_USE_TLS=True“ und bei „EMAIL_PORT=“ der entsprechende Port gesetzt werden). Die eigenen Angaben entsprechen den Daten die der Provider zur Verfügung gestellt hat.

EMAIL_USE_TLS = False
EMAIL_HOST = ‘smtp-Server des Providers’        # smpt server
EMAIL_HOST_USER = ’email@domain’    # username and domain
EMAIL_HOST_PASSWORD = ‘Passwort’    # password
EMAIL_PORT = ’25’
DEFAULT_FROM_EMAIL = EMAIL_HOST_USER
SERVER_EMAIL = EMAIL_HOST_USER

Wichtig!!!

Damit es beim Synchronisieren und Öffnen mit der Android-App keine Probleme mit Umlauten und Sonderzeichen (ä,ü,ö,ß,Ä,Ö,Ü) sowie Leerzeichen kommt muss in der „web.config“ (Pfad in dem Beispiel: C:\filecloud) von IIS noch folgendes eigetragen werden:
<security>

<requestFiltering allowDoubleEscaping=”true”>

</security>

Das Ganze sieht dann z.B. so aus:

Nun müsste alles funktionieren!

Die Lorbeeren für dieses HowTo gehen an meinen Freund und IT-Kollegen Matthias Netsch. Sämtliche Texte und Grafiken sind von ihm gemacht worden. Mit seiner freundlichen Erlaubnis darf ich den hervorragend gestalteten und mit sehr viel Mühe und Liebe zum Detail erstellten Artikel bei mir bloggen. Vielen Dank Matthias!

Authoritativ Restore Active Directory Server 2003 (ntdsutil)

Wer einen Authoritativ Restore Active Directory Server 2003 machen muss, der hat sicherlich ein paar Probleme :) Ich möchte ein bisschen helfen und Licht ins Dunkel bringen!

Authoritativ Restore Server 2003 - Hier siehst du die Erweiterte Windows Startoptionen auf einen Server 2003

Authoritativ Restore Server 2003 – Hier siehst du die Erweiterte Windows Startoptionen auf einen Server 2003…

Authoritativ Restore – Schritt 1 AD Recover:

Um einen Authoritativ Restore zu bewerkstelligen müssen wir zunächst aus einem AD Backup gewisse Daten extrahieren. Gehe dazu auf dem Server, dessen AD du wieder haben willst wie folgt vor:

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Server Dateiüberwachung Überwachungsrichtlinie Objektzugriffsversuche konfigurieren

Das Einrichten einer Server Dateiüberwachung Überwachungsrichtlinie auf einem Server ist einfach. Man muss nur wissen wo man an welcher Stellschraube die Objektzugriffsversuche konfiguriert. Schaut Euch dazu auch das Video weiter unten an

Eine Dateiüberwachung hilft einem Administrator zu sehen, welcher Benutzer auf einem bestimmten Laufwerk oder Ordner Dateien gelöscht oder verschoben hat. Das ist vor allem dann wichtig, wenn ohne eine Dateiüberwachung Überwachungsrichtlinie und bei vielen Benutzern im Unternehmen nicht klar ist warum Dateien plötzlich verschwunden (versehentlich verschoben) oder gar (böswillig) gelöscht wurden.

Ein Eventlog wird irgendwann voll laufen. Damit Ihr trotzdem alle Lösch-Logs aus der Vergangenheit zur Verfügung habt, habe ich einen Beitrag, indem man lernt wie man das Eventlog automatisiert dazu bringt sich die Events abzuspeichern. Das Eventlog archivieren und wie man das einrichtet findet Ihr hier.

 

Das Einrichten einer Server Dateiüberwachung Überwachungsrichtlinie ist einfach. Ihr müsst nur diverse EInstellungen vornehmen. Hier sieht man, was in den lokalen Sicherheitseinstellungen getan werden muss

Das Einrichten einer Server Dateiüberwachung Überwachungsrichtlinie ist einfach. Ihr müsst nur diverse EInstellungen vornehmen. Hier sieht man, was in den lokalen Sicherheitseinstellungen getan werden muss

Dateiüberwachung Überwachungsrichtlinie in der Lokalen Sicherheitsrichtlinie auf dem Server einschalten

Damit überhaupt eine Aufzeichnung der Objektzugriffsversuche auf dem Server stattfindet mussin der lokalen Sicherheitsrichtlinie diese Überwachungsrichtlinie eingeschaltet werden.

  1. Öffnen des lokalen Sicherheitsrichtlineneditors auf dem Server auf dem die Überwachung stattfinden soll über Start > Ausführen (Tastenkombination Win + R) > secpol.msc oder alternativ gebt im Startmenü einfach “Lokale Sicherheitsrichtlinie” ein, dann findet Ihr den Punkt auch
  2. Navigiert im Editor nun wie folgt: Sicherheitseinstellungen > Lokale Richtlinien > Überwachungsrichtlinie und doppelklickt nun rechts den Eintrag Objektzugriffsversuche überwachen
  3. Markiert die beiden Checkboxen Erfolgreich und Fehlgeschlagen
  4. Der Editor kann geschlossen werden, wir brauchen ihn nun nicht mehr

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Event log archivieren (automatisiert, Microsoft Server)

Wie man das Event Log eines Windows Servers vergrößert, habe ich hier bereits erklärt – dieses Vorgehen kann jedoch den Server verlangsamen. Als Alternative kann man das Event log automatisiert archivieren.

Der Vorteil dieses Vorgehens ist, dass man so auch ältere Logs nach Events durchsuchen kann und den Server nicht mit riesigen Logs belastet. Es lässt sich auch sehr einfach einrichten.

Wenn ihr den Event Viewer aufgerufen habt, könnt ihr in den Eigenschaften von den Windows-Protokollen bestimmen…

  • Wo das Protokoll gespeichert wird – dort legt er auch die archivierten Logs ab!
  • Wie groß in KB das Protokoll werden darf.
  • Was gemacht werden soll, wenn diese Größe erreicht wurde.

Um zu Archivieren, müsst ihr die mittlere Option wählen: Continue reading

Nicht genügend Serverspeicher zum Verbinden von Netzlaufwerken (Windows)

Wenn einem das Problem mit “Nicht genügend Serverspeicher zum Verbinden von Netzlaufwerken” begegnet, kann einfach eine Lösung wie hier beschrieben abarbeiten. Danach hast Du das Problem vom Hals!


!!!ACHTUNG wichtige Information zur Bearbeitung der Registry!!!
Eventuell wird Dir in diesem Beitrag ein Bearbeiten der Registry vorgeschlagen.
Wir möchten darauf hinweisen, dass Du vorher ein Backup der Registry machen solltest.

Wie kann ich meine Registry sichern? << blogperle.de-Beitrag!


Nicht genügend Serverspeicher zum Verbinden von Netzlaufwerken – Hintergrundinfo

Beim Arbeiten mit Netzlaufwerken kann es dazu kommen, dass die Fehlermeldung erscheint, man habe nicht genügend Serverspeicher zum Verbinden von Netzlaufwerken. In den meisten Fällen lässt sich das lösen, indem man einen neuen Wert in einem bestimmten Registry Eintrag des Computers oder Servers hinzufügt oder anpasst, auf dem sich die freigegebenen Ordner befinden.

Ganz konkret handelt es sich dabei um einen Wert vom Typ DWORD mit dem Namen “IRPStackSize” und einem dezimalen Wert zwischen 11 und 50.

Nicht genügend Serverspeicher zum Verbinden von Netzlaufwerken – LÖSUNG:

Wo genau man diesen Wert anlegen muss, ist auch schnell gefunden. Man öffnet den Registrierungs-Editor, indem man auf Start -> Ausführen klickt oder die Windows-Taste + R drückt. Dort gibt man nun “regedit” ein. Anschließend navigiert man zu dem Ordner

  • HKEY_LOCAL_MACHINE > SYSTEM > CurrentControlSet > services > LanmanServer > Parameters

Ich empfehle einmal auf den ersten Unterordner zu klicken, sobald services ausgeklappt ist. Dann einfach “lan” auf der Tastatur eintippen, so findet man den Ordner schneller.

Im Ordner Parameters befindlich klickt man rechts unter den anderen Werten rechts und erstellt einen neuen DWORD-Wert (32-Bit) und nennt ihn “IRPStackSize“. Umbedingt auf die Rechtschreibung achten, auch Groß- und Kleinschreibung, um auf Nummer Sicher zu gehen.

Diesen neuen Wert dann doppelt klicken (oder Rechtsklick -> Eigenschaften) und bei Wert am besten 50 eintragen, das reicht dann auf alle Fälle. Es ist auch wichtig, dass man bei Basis Dezimal auswählt, einfach um eine Fehlerquelle zu vermeiden.

Nicht genügend Serverspeicher zum Verbinden von Netzlaufwerken - Hier seht Ihr, wo Ihr in der Registry anfassen müsst!

Nicht genügend Serverspeicher zum Verbinden von Netzlaufwerken – Hier seht Ihr, wo Ihr in der Registry anfassen müsst!

Dasmit sollte das Problem mit der Meldung “Nicht genügend Serverspeicher zum Verbinden von Netzlaufwerken” erledigt sein!

Terminalserver Clientlizenz Problem beim Einloggen auf den Remoteserver

Bei wem die Meldung zum Terminalserver Clientlizenz Problem auftritt, dem kann temporär geholfen werden, ohne dass gleich neue TS CALs gekauft werden müssen!


!!!ACHTUNG wichtige Information zur Bearbeitung der Registry!!!
Eventuell wird Dir in diesem Beitrag ein Bearbeiten der Registry vorgeschlagen.
Wir möchten darauf hinweisen, dass Du vorher ein Backup der Registry machen solltest.

Wie kann ich meine Registry sichern? << blogperle.de-Beitrag!


Terminalserver Clientlizenz Problem

Soe sieht das Terminalserver Clientlizenz Problem unter Windows XP aus…

Terminalserver Clientlizenz Problem: Informationen

Wer häufig über Terminalserver oder Remotedesktopsitzungshost (wie es ab Server 2008 R2 heißt), also Remote arbeitet, hatte vermutlich schon einmal mit einem Clientlizenz Problem zu kämpfen, sofern zu wenige RDP CALs (Was sind RDP CALs – MS TechNet DE) zur Verfügung stehen.

Dabei können auch Fehlermeldungen wie “Die Verbindung mit dem Remotecomputer wurde getrennt” oder “Die Verbindung wurde vom Remotecomputer getrennt” auftreten. Man umgeht das Problem temporär (Standard: 3 Monate) wie folgt:

Terminalserver Clientlizenz Problem: Temporäre Lösung

Um wenigstens weiterarbeiten zu können bzw. falsch lizenzierte Clients, die zum Beispiel nicht mehr benötigt werden, von der Lizenz zu befreien kannst du folgendes tun:

Als erstes nutzt man den Ausführen Befehl. Entweder unter Start -> Ausführen oder man drückt die Windowstaste + R für Run. Dort gibt man dann regedit ein und drückt OK.

Dadurch landet man im Registrierungs-Editor. Anschließend navigiert man zu folgendem Ordner:

  • HKEY_LOCAL_MACHINE > Software > Microsoft > MSLicensing

Den Ordner MSLicensing nun rechtsklicken und löschen. Man braucht ihn nicht mehr! Wer sich nicht gut dabei fühlt darf ihn sich zuvor exportieren (Siehe Hinweis oben!).

Dadurch ist das Problem mit dem Terminalserver Clientlizenz Problem für ca. 3 Monate an dem Client behoben. Ganz für immer natürlich nicht. Sobald Du die Lizenzanzahl wieder übersteigst, erscheint die Meldung mit dem Terminalserver Clientlizenz Problem wieder. Irgendwann wirst Du dir günstige Terminalserver CALs kaufen müssen.

Serverdatensicherung auf NAS unter SBS 2008 und SBS 2011 mit Hilfe von wbadmin.exe und einer Batch-Datei

Eine Serverdatensicherung auf NAS unter SBS 2008 und / oder SBS 2011 funktioniert mit der sich an Bord befindenden Serverdatensicherung (Servermanager > Speicher > Windows Server-Sicherung) NICHT!

Hier wird dir erklärt, wie du das mit Hilfe einer Batch und wbadmin.exe trotzdem schaffst. Auf einfachste Weise. Continue reading

ESX 5 Lizenz in vSphere Client eingeben

Die ESX 5 Lizenz in vSphere Client gibt man wie folgt ein:

ESX 5 Lizenz in vSphere Client eingeben - hier erfährst du wo!

ESX 5 Lizenz in vSphere Client eingeben – hier erfährst du wo!

ESX Lizenz?

Nun arbeite ich schon mit dem kostenlosen vSphere-Client und soll eine ESX-Lizenz eingeben. Wo und wie geht das? Im Grunde ist es nicht schwer, man muss nur wissen wo.

Hier zeige ich Euch wo Ihr eine ESX-Lizenz eingebt, und dies abspeichert. Die ganze Sache befindet sich im Reiter Konfiguration. Lest unten mehr dazu:

ESX 5-Lizenz eingeben

Gehe im vSphere-Client auf:

Konfiguration >> Bereich Software >> Lizenzierte Funktionen.

Hier findet man rechts oben (wie im Screenshot zu sehen) den Link Bearbeiten.

Nun kann man den Lizenzschlüssel eingeben.

Alle Informationen zu ESX oder ESX 5-Lizenzen findest Du auch günstig auf Amazon.

Festplatten im RAID 1 Verbund tauschen und durch größere ersetzen

Das Tauschen von Festplatten in einem RAID 1-Verbund ist nicht schwierig. Es gibt mehrere Methoden. Hier zeige ich dir die beiden einfachsten, mit Hilfe des Intel Matrix Storage-Manager!

Die Lorbeeren in für diesen Artikel gehen an meinen Freund und IT-Kollegen Matthias Netsch. Sämtliche Texte und Grafiken sind von ihm entworfen bzw. “geschossen”. Mit seiner freundlichen Erlaubnis darf ich den hervorragend gestalteten und mit sehr viel Mühe und Liebe zum Detail erstellten Artikel bei mir bloggen. Vielen Dank Matthias!

Raid 1-Festplatten Tausch Methode 1:

Ungekürzte Originalfassung des HowTo-Artikels:

HowTo – Festplatten im RAID 1 Verbund tauschen und durch größere ersetzen (am Beispiel des Intel Matrix Storage-Manager)

Auf folgende Weise kann ein RAID 1 Volumen auf größere Festplatten umgezogen werden. Eine Neuinstallation des Betriebssystems ist nicht notwendig und die Informationen des gegenwärtigen RAID 1 Volumen gehen nicht verloren.

Methode 1: (eine Festplatte durch größere tauschen, Verbund Rebuilden, RAID 1 Verbund auflösen, Partitionen anpassen, RAID 1 Verbund mit zweiter großen Platte wieder herstellen)

Aus Sicherheitsgründen ein Image von bestehendem RAID-Verbund ziehen (z.B. mit Acronis Trure Image oder O&O DiskImage). Damit kann das System falls doch etwas schief geht wieder hergestellt werden und es gehen keine Daten verloren. Vorher sollte von den Daten noch eine aktuelle Sicherung erstellt werden!!!

1. Den Rechner herunter fahren und eine der Festplatten entfernen
2. Anstelle der entfernten Festplatte eine der neuen, größeren Platten installieren
3. Den Rechner einschalten und mit Windows booten
4. Die Intel® Matrix Storage Console öffnen und auf die neue Festplatte (im Nicht-RAID-Festplatten Bereich angezeigt) im Gerätebaum mit rechts klicken. Hier “Rebuild to this Hard Drive” wählen.

Die Intel® Matrix Storage Console

Die Intel® Matrix Storage Console

5. Den Rebuild Vorgang beenden lassen (kann einige Zeit dauern)
6. Das System neu starten und mit “Ctrl + I” an der Eingabeaufforderung direkt nach den BIOS Informationen die Intel® Matrix Storage Manager Option des ROM aufrufen.
7. Punkt “3. Reset Disks to Non-RAID” auswählen und mit “Enter” bestätigen.

Intel® Matrix Storage Manager Option des ROM

Intel® Matrix Storage Manager Option des ROM

8. Auf “Yes” zur Bestätigung drücken.
Anmerkung: Es erscheint eine Dialogbox die vor Datenverlust warnt. Diese Warnung trifft für RAID 1 nicht zu; die Daten werden nach wie vor vorhanden sein.

Mit den "Up/Down Pfeiltasten" die entsprechenden Platten markieren und mit der "Leertaste" auswählen und mit "Enter" bestätigen.

Mit den “Up/Down Pfeiltasten” die entsprechenden Platten markieren und mit der “Leertaste” auswählen und mit “Enter” bestätigen.

9. Mit den “Up/Down Pfeiltasten” die entsprechenden Platten markieren und mit der “Leertaste” auswählen und mit “Enter” bestätigen.
10. Die Bestätigungsmeldung mit “Y” (auf der deutschen Tastatur mit “Z” bestätigen)
11. Im Hauptmenu “5. Exit” auswählen und mit “Enter” bestätigen und den Rechner ausschalten.
12. Die (kleinere) Originalfestplatte vom System entfernen. Somit bleibt nur noch die neue (größere) Festplatte im System. Sie läuft jetzt als Single-Festplatte (Sie ist kein Teil eines RAID-Volumens mehr).
13. Den Rechner mit Windows neu starten. Evtl. muss die Festplattenreihenfolge zum Booten geändert werden.
14. Unter Windows über die Datenträgerverwaltung oder ein Programm eines Drittanbieters ( z.B. Acronis DiskDirektor oder O&O PartitionManager) die Partitionsgrößen an die neue Plattengröße anpassen.
15. Den Rechner runter fahren und die zweite große Festplatte anschließen.
16. Den Rechner starten und mit Windows booten.
17. Die Intel Matrix Storage Console öffnen, unter “Ansicht” auf “Erweiterter Modus” wechseln. Dort unter “Aktion” “RAID-Volumen von bestehender Festplatte erstellen” Auswählen

Den Aufforderungen zur Erstellung eines neuen RAID 1 Volumens folgen. Die Daten werden dann von der Einzelplatte in das RAID 1 Volumen migriert. Dieser Vorgang kann je nach Datenmenge mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Am besten lässt man ihn über Nacht laufen.

Den Aufforderungen zur Erstellung eines neuen RAID 1 Volumens folgen. Die Daten werden dann von der Einzelplatte in das RAID 1 Volumen migriert. Dieser Vorgang kann je nach Datenmenge mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Am besten lässt man ihn über Nacht laufen.

18. Den Aufforderungen zur Erstellung eines neuen RAID 1 Volumens folgen. Die Daten werden dann von der Einzelplatte in das RAID 1 Volumen migriert. Dieser Vorgang kann je nach Datenmenge mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Am besten lässt man ihn über Nacht laufen.
Ich empfehle evtl. laufende Mailserver oder Datenbankanwendungen vorher zu deaktivieren bzw. zu beenden um eine mögliche Korruption der Datenbank zu verhindern.

 

Raid 1-Festplatten Tausch Methode 2:

(Image der Partitionen ziehen, RAID 1 Verbund auflösen, beide neuen Festplatten einbauen, neuen RAID 1 Verbund erstellen, Image zurückspielen, Partitionsgrößen anpassen)
Aus Sicherheitsgründen sollte vorher von den Daten noch eine aktuelle Sicherung erstellt werden!!!

1. Image des RAID 1 Verbundes zeihen (z.B. mit Acronis True Image oder O&O DiskImage)
2. Das System neu starten und mit “Ctrl + I” an der Eingabeaufforderung die Intel® Matrix Storage Manager Option des ROM aufrufen
3. Punkt “3. Reset Disks to Non-RAID” auswählen.

Punkt "3. Reset Disks to Non-RAID" auswählen.

Punkt “3. Reset Disks to Non-RAID” auswählen.

4. Auf “Yes” zur Bestätigung drücken.
Anmerkung: Es erscheint eine Dialogbox die vor Datenverlust warnt. Diese Warnung trifft für RAID 1 nicht zu; die Daten werden nach wie vor vorhanden sein.

Es erscheint eine Dialogbox die vor Datenverlust warnt. Diese Warnung trifft für RAID 1 nicht zu; die Daten werden nach wie vor vorhanden sein.

Es erscheint eine Dialogbox die vor Datenverlust warnt. Diese Warnung trifft für RAID 1 nicht zu; die Daten werden nach wie vor vorhanden sein.

5. mit den “Up/Down Pfeiltasten” die entsprechenden Platten markieren und mit der “Leertaste” auswählen und mit “Enter” bestätigen.
6. Die Bestätigungsmeldung mit “Y” (auf der deutschen Tastatur mit “Z” bestätigen)
7. Im Hauptmenu “5. Exit” auswählen und mit “Enter” bestätigen und den Rechner ausschalten.
8. Die beiden Original RAID-Festplatten vom System entfernen und gegen die zwei größeren Festplatten ersetzen.
9. Das System neu starten und mit “Ctrl + I” an der Eingabeaufforderung die Intel® Matrix Storage Manager Option des ROM aufrufen.
10. Punkt “1. Create RAID Volume” auswählen und mit “Enter” bestätigen.

Punkt "1. Create RAID Volume" auswählen und mit "Enter" bestätigen.

Punkt “1. Create RAID Volume” auswählen und mit “Enter” bestätigen.

11. Im folgenden Bildschirm eine Namen für das RAID-Set vergeben und mit “Enter” bestätigen.
12. Bei “RAID Level” über “Up/Down Pfeiltasten” “RAID 1” auswählen und mit “Enter” bestätigen.
13. Unter “Disks” auf “Enter” drücken.

Folgende Einstellungen sind zu tätigen

Folgende Einstellungen sind zu tätigen

14. Im “Select Disk” Bildschirm die gewünschten Festplatten für den RAID 1 Verbund mit den “Up/Down Pfeiltasten” auswählen und mit der “Leertaste” bestätigen. Nach Auswahl aller gewünschten Platten den Dialog mit “Enter” verlassen.

Nach Auswahl aller gewünschten Platten den Dialog mit "Enter" verlassen.

Nach Auswahl aller gewünschten Platten den Dialog mit “Enter” verlassen.

15. Bei einem RAID1 muss die “Stripe Sizenicht gewählt werden. Das gilt nur für RAID0, 10 und 5 Volumen)
16. Unter “Capacity” die gewünschte Größe des RAID Volumens wählen. Als Standard ist schon das maximal mögliche Volumen ausgewählt, das kann so bleiben. Jetzt mit “Enter” bestätigen.
17. Nun mit “Tab” “Create Volumen” auswählen und mit “Enter” bestätigen. Es erscheint folgende Warnung:

Folgende Warnung erscheint

Folgende Warnung erscheint

18. Die Warnung mit “Y” (bei deutscher Tastatur “Z“) bestätigen. Sobald das RAID Volumen erstellt ist den Rechner von der CD des Image-Programms (z.B. Acronis TrueImage oder O&O DiskImage) neu booten und das zuvor gezogene Image zurück spielen.
19. Den Rechner mit Windows neu starten. Evtl. muss die Festplattenreihenfolge zum Booten geändert werden.
20. Unter Windows über die Datenträgerverwaltung oder ein Programm eines Drittanbieters ( z.B. Acronis DiskDirektor oder O&O PartitionManager) die Partitionsgrößen an die neue Plattengröße anpassen.

Nun sollte alles mit den neuen Platten laufen!